Presse
Pressemitteilung, Bezirkstag der KPV Nord-Württemberg in
Kornwestheim:
Peter Hauk: Wir werden eine konstruktive Opposition sein
Beim
Bezirkstag der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU
Nord-Württemberg in Kornwestheim kündigte der Vorsitzende
der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk an, die CDU werde ihre
neue Rolle in der Opposition in einer konstruktiven Art und
Weise annehmen. Man werde den Weg der Landesregierung
"kritisch begleiten" und dort, wo gute politische Ansätze
auf den Weg kommen, auch unterstützen.
Allerdings betonte Peter Hauk auch, dass man dort, wo das
politische Handeln der neuen Landesregierung in die falsche
Richtung laufe, auch klar Alternativen aufzeigen und
Kritikpunkte thematisieren werde. Beim Thema
"Energieversorgung" sieht Peter Hauk eine Chance auf einen
Konsens und auch eine Annäherung der politischen Lager
innerhalb des Landtags. Einig sei man sich darüber, dass die
Atomenergie lediglich noch eine Brückentechnologie sei. Dazu
sei aber auch die Verzehnfachung zum Beispiel der
Windenergie bis 2020 notwendig. Dazu müssten dann aber auch
die Grünen im Land vor Ort stehen. Peter Hauk: "Wenn dann
die eigene Kommune oder Region betroffen ist, hört bei den
Grünen die Solidarität sehr schnell auf".
Hauk kritisierte weiter, dass sich die neue
Landesregierung in vielen Dingen aus der
Koalitionsvereinbarung auf Wolke 7 bewege, fernab von der
Realität. Gerade im Bereich der Mobilität ergehe sich die
neue Koalition in Allgemeinplätzen. Mehr Geld soll für den
Erhalt der Straßen ausgegeben werden, im Gegenzug wolle man
bei neuen Verkehrsprojekten einsparen. Dies bedeute, dass
aber neue Ortsumfahrungen, die in großen Teilen
planfestgestellt seien, künftig praktisch nicht mehr gebaut
werden könnten, so der CDU-Fraktionschef.
Peter Hauk kündigte bei der Kornwestheimer Bezirkstagung
an, die CDU-Landtagsfraktion werde künftig enger und auch
vernetzter gerade mit den Verantwortlichen vor Ort, in den
Städten und Gemeinden, zusammenarbeiten und die Interessen
der Kommunalpolitik stärker in die Meinungsbildung innerhalb
der Landtagsfraktion einbringen. Bereits am 7. Juli lade die
CDU-Fraktion alle kommunalen Mandatsträger aus
Baden-Württemberg zu einer Kommunalkonferenz in den Landtag
ein. Dabei sollen Themen wie die Bildungspolitik,
Bürgerbeteiligung aber auch die Kleinkindbetreuung auf der
Tagesordnung stehen.
Bei den Neuwahlen des Bezirksvorstandes der
Kommunalpolitischen Vereinigung Nordwürttemberg, die der
Tagungsleiter und Landtagsabgeordneten Klaus Herrmann
leitete, wurde die bisherige Vorsitzende, Bürgermeisterin
Rosalinde Kottmann (Gschwend) ebenso wie ihre Stellvertreter
Bürgermeister a.D. Martin Tuffentsammer, Bürgermeister a.D.
Josef Klug und der Bürgermeister von Steinenbronn, Johann
Singer in ihren Ämtern bestätigt. Ohne Gegenstimmen neu
gewählt als Pressesprecher der KPV Nordwürttemberg wurde der
Kornwestheimer Bürgermeister Dietmar Allgaier, der bislang
bereits als Beisitzer dem Vorstand angehörte. Als
Schriftführer wurde der Bürgermeister von Göggingen, Walter
Weber, im Amt bestätigt.
Die Presse berichtet über den Landestag der KPV
Baden-Württemberg
-
Stuttgarter Zeitung
-
Ludwigsburger Kreiszeitung
Pressemitteilung, 16.10.2010
Landestag der KPV Baden-Württemberg in Kornwestheim –
Landesvorsitzender Oberbürgermeister Thorsten Frei
wiedergewählt – Kornwestheimer Thesen und Resolution zu
Stuttgart 21 verabschiedet

Bei der Landestagung der Kommunalpolitischen Vereinigung
der CDU Baden-Württemberg (KPV) in Kornwestheim wurde der
Landesvorsitzende, der Donaueschinger Oberbürgermeister
Thorsten Frei, einstimmig mit 100 Prozent der Stimmen im Amt
bestätigt. Frei führt die KPV seit 2006 und ist
stellvertretender Landesvorsitzender der CDU
Baden-Württemberg.

Frei betonte in seinem Rechenschaftsbericht, dass vor
allem Investitionen in Bildung, Betreuung und Innovationen
Baden-Württemberg in Zukunft stärken würden. Frei stellte
dabei klar, dass Zukunftsinvestitionen in diesen Bereichen
logischerweise auch Konsolidierung in anderen Bereichen
folgen müssten. Sonst sei dauerhaft eine
generationengerechte Haushaltsführung nicht möglich. „Wir
können nicht auf Dauer deutlich mehr konsumieren als wir bei
öffentlichen Einnahmen einnehmen. Es bleibt dann zu wenig
für Zukunftsinvestitionen übrig“, so Frei. Frei hat dabei
auch die Sozialausgaben im Blick: „Es müsse zu denken geben,
wenn in den Kommunen des Landes in den letzten 40 Jahren der
Anteil der Sozialausgaben von 15 % auf 35 % gestiegen ist.
Allein in Baden-Württemberg sind die Hilfen für den
Lebensunterhalt um das 20fache gestiegen“, so Frei.

Einen Schwerpunkt seiner Äußerungen legte Frei auf den
Bereich der Integration. Frei forderte ein Ende der
„Lebenslüge“, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei.
Frei wörtlich: „Deutschland ist ein Einwanderungsland und
Integration ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft-
wenn sich alle Beteiligten über ihre Rechte und Pflichten
klar sind.“ Frei fordert deshalb, dass Integration klaren
Regeln folgen solle, ungesteuerte Zuwanderung in die
Sozialsysteme dürfe es nicht geben. Frei stellte klar, dass
in den baden-württembergischen Kommunen Integration besser
gelinge als anderswo. Dies liege laut Frei daran, dass in
Baden-Württemberg konsequente Integrationspolitik betrieben
werde.
Zu Gast bei der Landestagung der KPV war auch der
Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk. Hauk ging
in seinem Grußwort auf das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart
21 ein. Er bekannte sich erneut zu Stuttgart 21 und
bewertete den Beginn des Schlichtungsverfahrens positiv.
Darüber hinaus mahnte er an, dass die Planungs- und
Genehmigungsverfahren gestrafft werden müssten – ohne dabei
auf aktive Bürgerbeteiligung zu verzichten: „ Wir müssen bei
Genehmigungsverfahren schneller auf den Punkt kommen, sonst
sind wir international nicht wettbewerbsfähig“, so Hauk.
Im Bereich des Ausbaus der Infrastruktur forderte Hauk
eine Veränderung der bundesweiten Verteilungsschlüssel:
„Baden-Württemberg hat 13% der bundesweiten Bevölkerung,
erhält aber nur 7% der Straßenbaumittel. Diese
Benachteiligung muss aufhören. Wir wollen mit Diplomatie
darauf hinarbeiten, dass wir das an Finanzausstattung
bekommen, was uns im Land zusteht“, so der
Fraktionsvorsitzende.
In einer Resolution nahm die KPV Baden-Württemberg auch
Stellung zum Bahnprojekt Stuttgart 21. „Die KPV
Baden-Württemberg steht zu Stuttgart 21“, so das Papier.
Stuttgart 21 sei ein Zukunfts- und Generationenprojekt, das
Städte und Landesteile näher zueinander bringt. Die KPV
Baden-Württemberg sprach sich dafür aus, dass bei der
Bürgerbeteiligung im Rahmen von Großprojekten auch auf die
neuen Medien, auf neue Informationsgewohnheiten und auf den
allgemein feststellbaren Wunsch nach mehr Information und
Austausch geachtet werden muss. Schließlich stelle sich die
Frage, ob und wie wichtige Infrastrukturmaßnahmen in
Deutschland künftig umgesetzt werden können.
Bei der Landestagung der KPV wurden auch die
Kornwestheimer Thesen verabschiedet. Darin enthalten ist
unter anderem bei der Integration von Migranten der Leitsatz
„Fördern und Fordern“. Die Migration müsse dabei in der
Familie beginnen, die Schulsozialarbeit leiste dabei einen
wertvollen Beitrag. Auch der Ausbau der regenerativen
Energien müsse „engagiert vorangetrieben“ werden. Bei der
energetischen Sanierung und der Energieeinsparung
öffentlicher Gebäude spricht sich die KPV für eine
entsprechende Förderung durch das Land aus.
Vorberichterstattung zum Landestag der KPV
Baden-Württemberg
-
Leonberger Kreiszeitung
Pressemitteilung des Bundesverbandes der KPV, 14.10.2010
Erwin Teufel erhält den „Konrad-Adenauer-Preis für
Kommunalpolitik 2010“
Erwin Teufel, Ministerpräsident a. D. des Landes
Baden-Württemberg, wird mit dem Sonderpreis
„Konrad-Adenauer-Preis für Kommunalpolitik“ in Weimar
(Thüringen) geehrt. Die Kommunalpolitischen Vereinigung der
CDU und CSU Deutschlands (KPV) verleiht unter der
Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzenden
Dr. AngelaMerkel MdB und des Vorsitzenden der CSU,
Ministerpräsident Horst Seehofer die begehrte Ehrenmedaille.
Sie wird als Auszeichnung für hervorragende Leistungen im
kommunalen Bereich verliehen.
Mehr ...
Pressemitteilung KPV Mannheim, 06.07.2010
Komplett neuer Kreisvorstand gewählt
„Mit einem vollständig neuen Team mehr Menschen für
Kommunalpolitik begeistern. Die politische Kraft Mannheims
liegt in der Kommune!“ Mit dieser Zielsetzung wählte der
Kreistag der „Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU
Mannheim“ (KPV Mannheim) unlängst im Gasthaus Maruba einen
komplett neuen Kreisvorstand. Neben den Wahlen konnte die
KPV Mannheim auch hochrangige Gäste für Grußworte begrüßen.
So nahmen die beiden CDU-Landtagskandidaten Claudius Kranz
und Nikolas Löbel, der Erste Bürgermeister Mannheims
Christian Specht, sowie der Kreisvorsitzende der Jungen
Union Mannheim, Simon Fillinger, am Kreistag teil. Bei dem
sehr gut besuchten Parteitag wurde ein komplett neuer
Vorstand gewählt.
Zum neuen Kreisvorsitzenden wählten die Mitglieder
einstimmig den 28-jährigen Christian Stalf. Der Jurastudent
kennt die Kommunalpolitik in Mannheim bereits seit vielen
Jahren aus eigenem Erleben. Er ist seit mehreren Jahren
Bezirksbeirat in der Neckarstadt-West und Vorsitzender des
CDU-Ortsverbands Mannheim-Neckarstadt. Stalf ist damit der
jüngste Vereinigungsvorsitzende der CDU Mannheim außerhalb
der Jungen Union. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende
Kreisvorsitzende der Mannheimer Unternehmer Markus Schmidt
(35) und Rechtsanwalt Alexander Fleck (32), der auch
CDU-Bezirksbeiratssprecher in Feudenheim ist. Neuer Referent
für Öffentlichkeitsarbeit ist der 30-jährige
Einzelhandelskaufmann Nico Nusselt. Der geschäftsführende
Vorstand wird von Christian Kirchgässner (51) komplettiert,
der als Schriftführer gewählt wurde. Kirchgässner arbeitet
in der CDU Gemeinderatsfraktion und engagiert sich als
CDU-Bezirksbeiratssprecher in der Innenstadt und dem
Jungbusch.
Der Kreistag wählte weiterhin auch zehn Beisitzer. Im
neuen Vorstandsteam vertreten sind nun die beiden
Gemeinderäte Peter Pfanz-Sponagel, Erwin Feike und
Altstadtrat Klaus Fritz. Außerdem wurden die Bezirksbeiräte
Andreas Eck und Matthias F. Geisler gewählt. Die
Beisitzerrunde wird durch Hermina Hammerand, Heiderose Karl,
Prof. Dr. Eckart Lang, Mathias Kwapil und dem Mannheimer
Unternehmer Peter Graeff komplettiert.
Christian Stalf, Kreisvorsitzender der KPV Mannheim, wies
in seiner Rede auf die Rolle der KPV Mannheim in der Zukunft
hin: „Wir wollen mit der KPV Mannheimerinnen und Mannheimer
für die Kommunalpolitik begeistern und mit unseren Ideen
konstruktiv für eine noch lebenswertere Stadt eintreten.“
Dies soll durch interessante Vor-Ort-Termine und offene
Diskussionsrunden mit Mitgliedern und Interessenten erreicht
werden. Stalf abschließend: „Bei aller wirtschaftlichen und
politischen Globalisierung dürfen wir eines nicht vergessen:
Wesentliche Entscheidungen für unser Leben in Mannheim
fallen vor unserer Haustüre. Nur wer um seinen Einfluss in
seiner Stadt weiß, kann auch die Zukunft gestalten“!
Südkurier, 15.10.2009
Frischzellenkur für das Kinderland
Der Leitantrag ist formuliert, aber unter Mühen.
„Kinderland Baden-Württemberg Plus“ ist das Papier
überschrieben. Am 21. und 22. November will die CDU
Baden-Württemberg in Friedrichshafen den Haken dranmachen.
Rechtzeitig vor der Landtagswahl 2011 geht es den
Christdemokraten darum, sich und den Ministerpräsidenten ins
rechte Licht zu rücken. Das „Kinderland“ war eines der
ersten Projekte, die Günther Oettinger anstieß: Ausbau von
Ganztagsschulen, von Kinderbetreuung, Landeserziehungsgeld,
Sprachstandstest. Nun steht das „Kinderland Plus“ zur
Umsetzung an. Man habe „kein Wunschkonzert“ aufgestellt,
wehrt Oettinger etwaige Vorwürfe ab. Der CDU-Landesvorstand
habe sich daran orientiert: „Was ist finanzierbar?“
Fast jedenfalls: Ein Baukindergeld soll es geben, um
Familien mit mittleren Einkommen auch nach Wegfall der
Eigenheimzulage den Traum vom Häusle zu erfüllen. Freilich:
Es ginge nur über eine steuerliche Privilegierung, zuständig
ist der Bund. Die Südwest-CDU will sich zudem vornehmen, die
mit 5,9 Prozent ohnehin geringe Zahl der Schulabgänger ohne
Abschluss zu halbieren und Migrantenkinder stärker zu
fördern. „Mittelfristig“ soll es deshalb ein beitragsfreies
und verpflichtendes Kindergartenjahr vor der Grundschule
geben. Das kostete hunderte Millionen Euro, weshalb man im
Leitantrag davon absah, einen konkreten Einführungstermin zu
nennen. Wer weiß schon, wann wieder Geld im Haushalt ist?
Christian Bäumler von den CDU-Sozialausschüssen (CDA) ärgert
so viel Unverbindlichkeit. Eine „zeitliche Konkretisierung“
sei zwingend, meint er unter Beifall der Jungunionisten. Ein
Antrag der CDA, der ein so genanntes Kinderschuljahr bereits
ab 2011 vorsieht, soll in Friedrichshafen Klarheit bringen.
Auch bei der Schulkleidung – einem Lieblingsthema des
Regierungschefs. Bislang ging die Einführung einheitlicher
Kleidung nur auf freiwilliger Basis. Nach dem Willen der
Südwest-CDU sollen entsprechende Beschlüsse der
Schulkonferenz verbindlich sein. Bäumlers Arbeitnehmerflügel
unterstützt dies, weil durch Einheitskleidung „kein Schüler
wegen seiner Herkunft im sozialen Leben der Schulklasse
benachteiligt wird“.
Für Diskussionen sorgen wird auch das Thema Schulessen.
„Wir müssen Prioritäten setzen“, sagt Donaueschingens
Oberbürgermeister Thorsten Frei. „Was bringt was?“ sei die
Kernfrage. Der Chef der kommunalpolitischen Vereinigung hält
die Zweckbindung mancher Sozialleistung für sinnvoll. „Wir
erwarten, dass die Eltern ihre Pflicht erfüllen“, sekundiert
Generalsekretär Thomas Strobl. Kämen aber Kinder dauerhaft
ohne Frühstück in die Schule, sei eine „Umleitung der
staatlichen Unterstützung“ wie des Kinderzuschlags beim ALG
II an den Schulträger denkbar. Die CDA kann sich eine
Essensausgabe gegen Gutscheine vorstellen. Kita und Schule
seien der Schlüssel für Bildungsgerechtigkeit, meint
Kommunalpolitiker und Partei-Vize Frei. An Bildung und
Betreuung, diesem „klassischen Schnittfeld“ zwischen Land
und Kommunen, entscheide sich die Zukunftsfähigkeit des
Kinderlandes.
Als Signal, wie ernst es die Südwest-CDU meint mit der
Stärkung des Kinderlandes, wäre ein verpflichtendes drittes
Kita-Jahr unschlagbar. Gesteigerten Diskussionsbedarf
hierüber kann es in Friedrichshafen eigentlich kaum geben.
Ins CDU-Grundsatzprogramm schaffte es die Absicht schon im
Jahr 2006. Es ginge nur noch um das Datum der Umsetzung.
Südwest Presse vom 10.10.2009
INTERVIEW: 'Die Lage der Kommunen ist schlecht'
Das Land muss den Kommunen mehr helfen, fordert Thorsten
Frei. Der
Donaueschinger OB ist auch stellvertretender Landeschef der
CDU.
Wie ist die Lage in Donaueschingen?
THORSTEN FREI: Wie bei allen Kommunen: schlecht. Der
Etatentwurf für 2010 sieht nur scheinbar gut aus: Wir
stellen ganz konjunkturfördernd Bauten wie eine
Stadthalle und eine Krippe für 50 Kinder fertig. Aber das
geht nur, weil wir die zehn Millionen Euro Rücklagen, die
wir angespart haben, 2009 und 2010 komplett aufbrauchen.
Dann ist Ende der Fahnenstange. Das ist dramatisch, weil
sich die Einnahmesituation 2011 kaum bessern wird.
Am 20. Oktober gibts Finanzverhandlungen der Kommunen mit
dem Land. Wem gehts schlechter?
FREI: Es geht beiden Seiten schlecht, das müssen wir bei den
Verhandlungen einpreisen. Dann kommen wir auch zu Lösungen.
Ich finde schon mal positiv, dass das Land wieder einen
mehrjährigen Finanzpakt anstrebt. Wir sollten nicht jedes
Jahr neu feilschen.
Das klingt sehr friedfertig.
FREI: Es wäre falsch, jetzt die große Keule zu schwingen.
Aber natürlich werden die Gespräche schwierig.
Stichwort Orientierungsplan?
FREI: Ja. Dass Bildungselemente in den Kindergarten
eingeführt werden, wie das der Orientierungsplan des Landes
vorsieht, ist absolut richtig. Aber dafür brauchen wir viel
mehr Personal. Das Umsetzen des Plans können die Kommunen
daher in der aktuellen Lage, aber
auch künftig nicht alleine stemmen. Wenn das Land das
verpflichtend vorschreiben sollte, müsste es auch für
Mehrkosten aufkommen.
Das sieht das Land anders.
FREI: Die Rechtslage ist eigentlich eindeutig. Wenn es keine
gemeinsame Lösung gibt, werden wir in Donaueschingen
versuchen, den guten Teil des Orientierungsplans wie die
verstärkte Sprachförderung umzusetzen. Aber wir verzichten
dann sicher auf Elemente wie umfassende
Dokumentationspflichten. Dazu fehlt das Personal. Wir können
jetzt nicht alles über Kredite finanzieren. Wer das fordert,
muss den Kindern sagen: Die Rechnung dafür müsst ihr später
bezahlen!
Und bei der Kleinkindbetreuung?
FREI: Da werden die Kommunen die vereinbarte
Versorgungsquote von 34 Prozent bis 2013 deutlich früher
erreichen. Der Bedarf ist viel größer als gedacht. Das macht
den Ausbau teurer als geplant. Auch da brauchen wir mehr
Hilfe vom Land.
Südwest Presse vom 09.10.2009,
In Zukunft weniger Schulabbrecher
Trotz leerer Staatskassen will die Südwest-CDU mehr Geld
in Bildung
und Betreuung stecken. Das soll auch die Zahl der
Schulabbrecher weiter drücken.
Die Union schreibt sich in ihrem Leitantrag für den
Landesparteitag eine Reihe von Zielen in der Bildungspolitik
auf die Fahnen: So soll die Zahl der Schulabbrecher von
derzeit 5,9 Prozent in der nächsten Legislaturperiode
halbiert werden, sagte CDU-Generalsekretär Thomas Strobl in
Stuttgart. Außerdem müsse das letzte Kindergartenjahr auf
mittlere Sicht verpflichtend und kostenfrei sein. Darüber
hinaus will sich die CDU per Bundesratsinitiative für ein
Baukindergeld einsetzen. Der Leitantrag des Landesvorstands
für den Parteitag am 20. und 21. November in Friedrichshafen
trägt den Titel 'Kinderland Baden-Württemberg plus'.
CDU-Vize Thorsten Frei kündigte an, dass im Gegenzug für
höhere Bildungsinvestitionen nach Sparmöglichkeiten gesucht
werden müsse. So müssten Sozialleistungen und Subventionen
durchforstet werden - Motto: 'Was bringt etwas und was
bringt nichts?' Bei Sozialleistungen müsse es auch
Sanktionsmöglichkeiten für nachlässige Eltern geben.
'Kürzungen gibt es für Eltern, die ihre Kinder halb
verhungern lassen', sagte Strobl. So könne der
Kinderzuschlag bei
Hartz IV an Schulen weitergeleitet werden, damit Kinder ein
warmes Mittagessen bekommen. Beim Parteitag soll
Ministerpräsident Günther Oettinger als Landeschef
wiedergewählt werden. Bis zum Parteitag muss er den Streit
mit den Kommunen über die Kosten für den
Ausbau und die Verbesserung der Kinderbetreuung entschärfen.
Städtetagspräsident Ivo Gönner (SPD) hatte - wie berichtet -
dem Land mit Klage gedroht, falls es die 650 Millionen Euro
im Jahr für die flächendeckende Einführung des
Orientierungsplans in Kindergärten nicht übernimmt.
Sprachkompetenz und Schulfähigkeit der Kinder sollen so
verbessert werden. Strobl betonte, es sei ein zentrales Ziel
der CDU, die Sprachförderung für Kleinkinder zu verbessern.
Das Motto solle sein: 'Jedes Kind, das in Baden-Württemberg
in die Schule
kommt, spricht Deutsch.' Überhaupt sollen Kinder aus
Migrantenfamilien stärker gefördert werden. Noch sei der
Anteil dieser Kinder in Gymnasien und Hochschulen viel zu
niedrig. Die CDU greift auch die alte Idee Oettingers für
Schuluniformen wieder auf: So soll geprüft
werden, ob es sinnvoll ist, dass Schulkonferenzen darüber
entscheiden, ob eine Schuluniform eingeführt wird.
Interview mit dem Landesvorsitzenden Thorsten Frei für
die "Kommunalpolitischen Blätter" der Bundes-KPV,
9.6.2009
Mit leichten Verlusten landesweit geht die CDU als
zweitstärkste kommunale Kraft hinter den traditionell
starken Freien Wählern aus der Kommunalwahl 2009 hervor?
Können Sie als KPV-Landesvorsitzender mit diesem Ergebnis
zufrieden sein?
Thorsten Frei: Ich glaube, dass wir mit den
Kommunalwahlergebnissen in Baden-Württemberg insgesamt
zufrieden sein können. Natürlich wurmt es, dass wir
landesweit weniger Mandate erringen konnten. Andererseits
kann man an zahlreichen Einzelergebnissen in den einzelnen
Städten auch ablesen, wie sehr die jeweiligen örtlichen
Verhältnisse für die Wahlergebnisse ausschlaggebend sind.
Während es einerseits Städte und Gemeinden mit hohen
Verlusten gibt, haben wir unsere Ergebnisse in anderen
Kommunen verbessern können. Auch sind die Verluste insgesamt
deutlich geringer als bei der Europawahl.
Was hat Ihrer Meinung nach zu den Verlusten geführt?
Thorsten Frei: Häufig sind die Verhältnisse vor Ort und
natürlich auch die Qualität der Listen und das personelle
Angebot für das Ergebnis entscheidend. Klar ist aber auch,
dass uns die politische Großwetterlage diesmal keinen
Rückenwind verschafft hat. Die deutlichen Verluste bei der
Europawahl zeigen, dass die Performance der Union auf dem
Weg zum 27. September noch deutlich verbessert werden muss.
Gerade die hohen Verluste der CDU in Baden-Württemberg,
korrespondierend mit den erheblichen Gewinnen der FDP
zeigen, dass wir Schluss machen müssen mit der weiteren
Sozialdemokratisierung der CDU und insbesondere in der
Wirtschafts-, Finanz- und Ordnungspolitik wieder deutlich
klare Kante zeigen müssen.
Vor allem in den Hochburgen der CDU und in den großen
Städten sind die Verluste fast zweistellig. Verliert die CDU
ihre Großstadtkompetenz und ihre Stammwähler auf dem Land?
Thorsten Frei: Das ist wirklich eine schwierige
Entwicklung, der wir uns in der Analyse ganz exakt stellen
müssen. Gerade in den Großstädten haben wir erhebliche
Verluste zu bewältigen. In Städten wie Stuttgart, Freiburg,
Konstanz und Tübingen stellen die Grünen die stärkste
Gemeinderatsfraktion. Hier müssen wir in den kommenden
Jahren verstärkt zeigen, dass wir in der Lage sind, eine
moderne und zukunftsorientierte Großstadtpolitik zu
formulieren. Ebenso zu schaffen macht uns, dass wir gerade
in unseren Hochburgen im Ländlichen Raum auf hohem Niveau
„Federn lassen“ mussten. Hier glaube ich allerdings, dass
wenn es uns gelingt, bei den wichtigen Fragen der
Wirtschafts- und Finanzpolitik, die den Menschen derzeit
unter den Nägeln brennen, wieder schlüssige Antworten zu
geben, wir die Menschen auch wieder für uns zurückgewinnen
können.
Ministerpräsident Oettinger will vor allem mit Blick
auch die Bundestagswahl 2009 den Mittelstand als Stammwähler
der CDU zurückgewinnen. Was ist ihrer Meinung nach dazu
notwendig?
Thorsten Frei: Der Mittelstand in Baden-Württemberg - und
damit meine ich nicht nur den unternehmerischen Mittelstand
– hat überhaupt kein Verständnis dafür, dass unsere soziale
Marktwirtschaft immer mehr durch eine Staatswirtschaft
ersetzt wird. Während es richtig war, staatlicherseits etwas
zur Stützung unseres Finanz- und Bankensystems zu tun, sind
sämtliche andere Wirtschaftsunternehmen – und hängen auch
noch so viele Arbeitsplätze davon ab – nicht systemrelevant.
Der Staat darf daher nicht systemwidrig in die
Marktwirtschaft eingreifen. Auch sollten wir im Hinblick auf
das Bundestagswahlprogramm nur versprechen, was wir auch
halten können. Wenn wir also Spielräume in der Steuerpolitik
benennen, müssen wir auch sagen, was es zukünftig an
Leistungen nicht mehr geben wird. Steuersenkungen auf „Pump“
darf es nicht geben. Die Menschen in Deutschland sind klug
genug, um zu wissen, dass dies keine Politik ist, mit der
man die Zukunft gewinnen kann.
Hat die baden-württembergische SPD noch den Titel
"Volkspartei" verdient? Liegt doch die SPD in manchen
Städten erst auf Platz drei oder vier und damit hinter
Freien Wählern, CDU, und auch den Grünen zurück.
Thorsten Frei: Die Entwicklung der SPD in
Baden-Württemberg ist dramatisch. Ich bin aber auch davon
überzeugt, dass wir uns vor allen Dingen mit unseren eigenen
Themen beschäftigen und uns nicht auch noch den Kopf der SPD
zerbrechen sollten.
Was kann die KPV im Vorfeld der Bundestagswahl 2009
einbringen, um eine bürgerliche Mehrheit sicher zu stellen
und eine erneute Große Koalition zu vermeiden?
Thorsten Frei: Natürlich haben wir all unsere
Anstrengungen auf den 7. Juni 2009 konzentriert. Jetzt geht
es weiter, weil wir es am 27. September gemeinsam schaffen
müssen, die große Koalition durch eine bürgerliche zu
ersetzen. Das ist auch für die Kommunalpolitik wichtig, weil
in Berlin schließlich der Rahmen gesetzt wird, den wir vor
Ort bespielen können. Wir werden also weiter kämpfen und
unsere Bundespolitiker nach Kräften unterstützen.
Pressemitteilung des Städtetags Baden-Württemberg, 16.02.2009
Breiter Konsens zum Konjunkturpaket II
Stuttgart. Auf Einladung des Gemeindetages und des
Städtetages Baden-Württemberg fand zwischen den beiden
Kommunalen Landesverbänden, Vorstandsmitgliedern der
Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU (KPV) und der
Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik der
SPD (SGK) ein Gespräch über Inhalt und Umsetzung des
Konjunkturpakets II statt.
Die Hauptgeschäftsführer der Kommunalen Landesverbände
und die Kommunalpolitiker von CDU und SPD bewerteten die
Einigung mit dem Land Baden-Württemberg zur Verteilung der
Fördermittel auf die Kommunen positiv, insbesondere die
pauschale Zuweisung von über 600 Mio. € an die Kommunen.
Dies sei ein Signal des Vertrauens der Landespolitik in die
Kommunen.
Sorge bereitet den Kommunalen Landesverbänden und den
Kommunalpolitikern von CDU und SPD die aus ihrer Sicht noch
ungelöste Frage, wann Investitionen der Kommunen als
„zusätzlich" anzusehen seien. Man werde mit dem Land
Baden-Württemberg prüfen müssen, welchen Spielraum das vom
Bundestag beschlossene Gesetz lasse.
Die Kommunalen Landesverbände sowie die Vertreter von KPV
und SGK waren sich einig, den bereits mehrfach geführten
Dialog auch künftig fortzusetzen.
Pressemitteilung, 06.02.2009
OB Thorsten Frei: „Land muss Konjunkturpaket des
Bundes ohne bürokratische Winkelzüge an die Kommunen
weitergeben“
Der Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der
CDU Baden-Württemberg (KPV), Oberbürgermeister Thorsten
Frei, sprach sich dafür aus, die vom Bund zur Verfügung
gestellten Finanzmittel des zweiten Konjunkturpaketes rasch
an die Kommunen weiterzugeben: „Wenn wir Mittelstand und
Handwerk wirksam in der Krise stützen wollen, dann kommt es
jetzt auf die Geschwindigkeit bei der Umsetzung des
Konjunkturpaketes an. Dies ist auch das Intention des
Bundesgesetzgebers für das zweite Konjunkturpaket.“
Laut der Vereinbarung der Bundesregierung mit den Ländern
stehen Baden-Württemberg rund 1,2 Milliarden Euro aus dem
zweiten Berliner Konjunkturpaket zu. 70 Prozent des Betrags
soll den Kommunen zukommen, dies sind 866 Millionen Euro.
Thorsten Frei: „Dieses Geld muss ohne Umweg in den
Haushalten der Kommunen ankommen. Wir brauchen keine
bürokratischen Winkelzüge, wir brauchen auch keine
umständliche Verteilungsbürokratie. Das Misstrauen des
Landes gegenüber den Kommunen ist unbegründet.“
Das schlimmste wäre es, so Thorsten Frei, wenn das Land
eine Politik zur Schonung der eigenen Haushalte machen
würde. Es gehe vielmehr darum, auf die kommunale
Selbstverwaltung zu setzen und auf das
Subsidiaritätsprinzip. Frei forderte zudem, dass die Mittel
„differenziert für die Komplexe Bildung und Infrastruktur“
verwendet werden sollen. Vom Verfahren her könnte sich Frei
eine Pauschalförderung vorstellen. Frei: „Das wäre in jedem
Fall am effektivsten und effizientesten“.
Pressemitteilung, 16.12.2008
KPV-Chef Thorsten Frei begrüßt Infrastrukturpaket
Der Landesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung
(KPV) der CDU Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Thorsten
Frei, begrüßt das Infrastrukturpaket, das die CDU-geführte
Landesregierung auf den Weg gebracht hat.
„Die Landesregierung hat Augenmaß bewiesen und sinnvolle
und rasch umsetzbare Maßnahmen zu einem guten und
ausgewogenen Gesamtprogramm gebündelt. Positiv ist auch,
dass die gezielten Maßnahmen schlüssig, nachhaltig und
generationengerecht finanziert sind. Wir dürfen auch in der
Krise unsere Grundsätze einer soliden Haushaltspolitik nicht
aufgeben.“
Mit Blick auf das geplante Vorziehen kommunaler
Investitionen, das die Landesregierung durch eine
Volumenerhöhung im kommunalen Investitionsfonds in Höhe von
300 Millionen Euro in den Jahren 2009 und 2010 ermöglichen
will, sagte Frei: „Es wäre gut, wenn in diesem Bereich nicht
nur Mittel umgeschichtet werden würden, sondern wenn sich
das Land mit zusätzlichem Geld beteilig
Stuttgarter Zeitung, 06.12.2008
Eine Große Koalition im Land kämpft gegen die Krise
Die Regierung will Investitionen vorziehen, um die
Konjunktur anzukurbeln - Dasselbe verlangt die
SPD-Landtagsfraktion
STUTTGART. Die Regierung ringt sich zu einem
landeseigenen Konjunkturprogramm durch. So hinkt sie nicht
den Wünschen des Parlaments hinterher, wie die SPD
befürchtet hatte. Die SPD macht im Landtag eine Große
Koalition der Wirtschaftsförderer aus.
Gleich mehrfach hat der Oppositionsführer Claus Schmiedel
gestern seinen Widerpart von der CDU gelobt. Stefan Mappus
habe mit seinen Forderungen, Leistungsträger zu entlasten,
einen ¸¸berechtigten Gesichtspunkt" angesprochen, findet
Schmiedel. "Die Kräfte im Parlament sind sich sehr viel
näher als Regierung und Parlament" konstatierte Schmiedel am
Morgen. Da argwöhnte er noch, die Regierung sei zu
zögerlich, um ein landeseigenes Konjunkturpaket aufzulegen.
Am Abend sickerten Informationen zu einem geplanten
Regierungspaket durch, das in weiten Teilen die Forderungen
der SPD erfüllen würde. Die Landesregierung will
Investitionen vorziehen - genau das fordert auch die SPD.
Bei der Finanzierung des Rettungspakets dürften die
Meinungen jedoch auseinandergehen. Was nutzt es, wenn die
Regierenden als "finanzpolitische Saubermänner in den
Landtagswahlkampf gehen und die Unternehmen sind bankrott",
fragt der Oppositionsführer und mahnt, "die Regierung darf
nicht länger die Monstranz der Nettonullverschuldung vor
sich hertragen".
Da will die SPD lieber die Reserve ausgeben, die die
Regierung zur Sicherung der Nettonull schon für den Haushalt
2010/11 zur Seite gelegt hat. 410 Millionen Euro Landesgeld
könnten zu Investitionen im Wert von 1,2 Milliarden Euro
führen, rechnet die SPD aus und will die Rücklagen für
schlechte Zeiten angreifen. Denn die Zeiten seien schlecht,
sagt Nils Schmid, der Finanzexperte der SPD und betont, man
wolle die Konjunktur nicht auf Pump stützen. Zwei Rücklagen
über jeweils 750 Millionen Euro hat er im Etat ausgemacht.
Die eine für zu erwartende Steuermindereinnahmen im Jahr
2009, die andere als allgemeine Rücklage, die zur Einhaltung
der Nullverschuldung 2009 nicht benötigt werde. Die will er
nehmen, um die Konjunktur anzukurbeln und einen Schutzschirm
für Mittelständler mit kurzfristigen Liquiditätsproblemen
aufzuspannen, indem die Bürgschaften erhöht werden.
Auch die SPD will Leistungsträger entlasten, sagt
Schmiedel und verweist wieder auf Mappus: "Das findet auch
in der CDU viel Sympathie." Die SPD will die Studiengebühren
abschaffen und in die beitrags freie Kinderbetreuung
einsteigen. So kämen 290 Millionen Euro zusammen, welche die
Familien für den Konsum hätten.
"Die besorgniserregende Entwicklung ist nicht mit einem
Baden-Württemberg-Paket allein aufzuhalten", das weiß auch
Claus Schmiedel. Er erwartet, dass der Bund im Frühjahr in
Sachen Konjunkturprogramm stark nachlegen wird. Ein
Landesinvestitionsprogramm begrüßt der Städtetag ebenso wie
der Deutsche Gewerkschaftsbund.
In der Landes-CDU stand Fraktionschef Stefan Mappus mit
seinem Ruf nach Entlastung der Bürger längst nicht mehr
allein. Dabei fand er sich in einer bemerkenswerten
Koalition mit dem Vorsitzenden der Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, wieder. Mappus
forderte seit Wochen eine Entlastung der Mittelschicht,
vorzugsweise in Form einer Abschwächung der sogenannten
kalten Progression. Dieser Begriff beschreibt das
unangenehme Phänomen, dass eine Lohnerhöhung zu einer
überproportional hohen Steuerbelastung führt - und die
Arbeitnehmer am Ende weniger Geld in der Tasche haben. Auf
dem CDU-Bundesparteitag hatte Friedrich Merz, der
wirtschaftspolitische Vordenker der Union, dieselbe
Forderung erhoben.
Sogar Wolfgang Reinhart, der Minister im
Staatsministerium und ein enger Wegbegleiter des
Ministerpräsidenten Günther Oettinger, hatte auf der
jüngsten CDU-Landesvorstandssitzung Handeln angemahnt. "Wir
befinden uns in einer keynesianischen Situation",
analysierte Reinhart. Er riet, Investitionen vorzuziehen.
¸¸Nicht kleckern, sondern klotzen" solle der Staat, mahnte
Reinhart.
Gestern nun löste sich der stellvertretende
CDU-Landesvorsitzende Thorsten Frei aus dem Schatten der
medialen Nichtbeachtung, in dem er bisher ausgeharrt hatte.
Der Deutschen Presse-Agentur sagte Frei, im Hauptberuf
Oberbürgermeister von Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis):
"Der Staat ist jetzt als Helfer in der Not gefragt." Die
Wirtschaft brauche wegen der einbrechenden Konjunktur eine
direkte finanzielle Unterstützung. "Auf diese fundamentale
Krise darf das Land nicht wie ein Buchhalter reagieren",
forderte Frei. Das Land müsse dafür von seinem Sparkurs
abweichen. Frei ist auch Landeschef der Kommunalpolitischen
Vereinigung (KPV) der CDU.
Für die Regierung muss das fieberhaft erarbeitete
konjunkturelle Notprogramm zwei Bedingungen erfüllen, die
sich schwer unter einen Hut bringen lassen: es muss Wirkung
zeitigen und darf den Kurs der Haushaltssanierung nicht
beschädigen, jedenfalls nicht in einer Weise, die Oettingers
Prestige als Kämpfer gegen die Schuldenpolitik zerstören
würde. Dazu gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Die
CDU-FDP-Koalition will ja nicht nur keine neuen Schulden
machen, sie beabsichtigt sogar, Altschulden in Höhe von 350
Millionen Euro zu tilgen. Dieses Geld könnte in ein
Investitionsprogramm eingebracht werden.
Zum Zweiten hat Oettinger selbst schon, wenn auch nicht
direkt bezogen aufs Land, davon gesprochen, solche
Investitionen vorzuziehen, die ohnehin nötig und auch schon
geplant sind. Damit würde die Haushaltsstruktur nicht
geändert. Vorgesehen ist jetzt, die in den nächsten fünf
Jahren geplanten Investitionen bereits in den kommenden zwei
Jahren umzusetzen. Oettingers Programm zielt auf den Bau und
die Sanierung von Straßen, Schulen und Hochschulen.
Rücklaben im Landeshaushalt von 750 Millionen Euro könnten
dafür herangezogen werden.
Das Gesamtvolumen des Programms soll bei einer Milliarde
Euro liegen. Das ist aber noch nicht festgezurrt. Auch ein
Betrag von 1,5 Milliarden Euro ist im Gespräch.
Badische Zeitung, 06.12.2008
Milliardenspritze geplant
Das Land will mit einer Konjunkturspritze in Höhe von
etwa einer Milliarde Euro gegen den Abschwung ankämpfen. An
der Nullverschuldung soll festgehalten werden.
Während die Rufe nach einem eigenen Konjunkturprogramm
des Landes immer lauter werden, arbeitet die Regierung
bereits an einem Maßnahmenpaket. Die Zielsetzung hat
Regierungschef Günther Oettinger (CDU) am Freitag bei der
Verabschiedung des Konjunkturprogramms des Bundes verraten:
"Ich glaube, dass Kommunen und Länder durch das Vorziehen
notwendiger Investitionen im nächsten Jahr ein Zeichen
setzen und etwas für die Konjunktur tun könnten." Nach
BZ-Informationen soll das Landesprogramm etwa eine Milliarde
Euro umfassen.
Finanzminister Willi Stächele (CDU) prüft noch, welche
Investitionen vorgezogen werden können. Das betrifft außer
der Sanierung von Hochschulgebäuden vorrangig die Bereiche
Straßen- und Schulbau und damit auch die Kommunen. Die
kommunalen Investitionsfonds sind so angelegt, dass die
Gemeinden in der Regel die gleiche Summe, die das Land für
ein Projekt zur Verfügung stellt, selbst aufbringen müssen.
In den nächsten Tagen soll es ein Gespräch zwischen
Regierung und Kommunalverbänden geben. Neben der Beteiligung
der Kommunen soll das Paket dadurch finanziert werden, dass
das Land nicht wie vorgesehen 350 Millionen Euro Altschulden
tilgt und auf Rückstellungen zugreift, die für mögliche
Steuermindereinnahmen 2009 eingeplant sind. Die Aufnahme
neuer Schulden soll aber vermieden werden.
CDU-Landesvize Thorsten Frei wäre bereit, für eine
Investitionsoffensive vorübergehend neue Schulden in Kauf zu
nehmen. "In der jetzigen Krise darf das Land nicht wie ein
Buchhalter agieren, sondern muss mit sinnvollen
Investitionen den Abschwung bremsen", sagte er der BZ. Geld
für Schulbauten und Städtebauförderung sollte früher
freigegeben werden. "Das sind Investitionen in die Zukunft,
dagegen würden Konsumgutscheine nur ein Strohfeuer
entfachen."
Die detailliertesten Vorstellungen hat bisher die SPD
präsentiert. "Die Regierung muss Investitionen vorziehen,
Bürgschaften für die mittelständische Wirtschaft aufstocken
und Sonderbelastungen der Familien beseitigen", sagte
Fraktionschef Claus Schmiedel. Konkret schlagen die Genossen
vor, 2009 gut 300 Millionen Euro mehr als geplant in die
Sanierung von Hochschulgebäuden, den Bau von Straßen und die
Modernisierung von Krankenhäusern zu investieren. Zur
"Stärkung der Kaufkraft der Familien" fordern sie, Studien-
und Kindergartengebühren abzuschaffen, was knapp 300
Millionen kosten würde. "Wir müssen Schaden vom Land
abwenden", so Schmiedel.
Südwest-Presse, 06.12.2008
Auch Oettinger plant ein Milliardenpaket
Stuttgart Die Landesregierung unter Ministerpräsident
Günther Oettinger arbeitet flankierend zum Bund an einem
eigenen Maßnahmenpaket zur Belebung der Konjunktur. Das
Volumen soll nach Informationen der SÜDWEST PRESSE rund eine
Milliarde Euro betragen. "Das muss schon ein Signal sein",
hieß es in Koalitionskreisen. Eine konkrete Entscheidung
über den Umfang des Pakets erwarten Regierungsmitglieder für
kommende Woche. Neue Personalstellen sollen nicht geschaffen
werden. Stattdessen werden auf mehrere Jahre hinweg geplante
Investitionen vorgezogen, etwa für den Bau von Straßen und
Schulen und die Sanierung von Hochschulgebäuden.
Dafür will die Regierung darauf verzichten, dieses Jahr
350 Millionen Euro Altschulden zu tilgen. Zudem sollen die
Kommunen am Paket beteiligt sowie Rückstellungen im Etat für
2009 aufgelöst werden. Oettinger will das Paket möglichst
ohne die Aufnahme neuer Schulden finanzieren. Dagegen
wären CDU-Landesvize Thorsten Frei und der
Arbeitnehmerflügel der Partei bereit, in der jetzigen
Situation vom Kurs ausgeglichener Etats abzuweichen. Das
Land dürfe jetzt "nicht wie ein Buchhalter" agieren", sagte
Frei. Vor ihm hatten bereits CDU-Fraktionschef Stefan
Mappus und Staatsminister Wolfgang Reinhart für
Hilfsmaßnahmen plädiert.
Südwest-Presse, 06.12.2008
Große Mehrheit für Konjunkturprogramm
Regierungschef Oettinger plant Finanzhilfen des Landes
in Höhe von rund einer Milliarde Euro
Die CDU-FDP-Koalition will mit einem eigenen
Konjunkturprogramm gegen den Abschwung ankämpfen. Auch die
SPD ist für eine Konjunkturstütze.
Stuttgart Während die Rufe nach einem eigenen
Konjunkturprogramm des Landes immer lauter werden, arbeitet
die Regierung bereits an einem Maßnahmenpaket. Die
Zielsetzung hat Regierungschef Günther Oettinger (CDU) am
Freitag im Bundesrat bei der Verabschiedung des
Konjunkturprogramms des Bundes verraten: "Ich glaube, dass
Kommunen und Länder durch das Vorziehen notwendiger,
sinnvoller Investitionen, die erst künftige Haushalte
belasten, im nächsten Jahr ein Zeichen setzen und etwas für
die Konjunktur in wichtigen Bereichen tun könnten."
Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE soll das Volumen
des Landesprogramms rund eine Milliarde Euro betragen.
Finanzminister Willi Stächele (CDU) prüft indes noch, welche
Investitionen vorgezogen werden können. Das betrifft neben
der Sanierung von Hochschulgebäuden vorrangig die Bereiche
Straßen- und Schulbau und damit auch die Kommunen. Die
kommunalen Investitionsfonds sind so angelegt, dass die
Gemeinden in der Regel die gleiche Summe, die das Land für
ein Projekt zur Verfügung stellt, selbst aufbringen müssen.
In den nächsten Tagen soll daher ein Gespräch zwischen
Regierung und kommunalen Landesverbänden stattfinden.
Neben der Beteiligung der Kommunen soll das Paket durch
den Verzicht auf die für dieses Jahr vorgesehene
Altschuldentilgung in Höhe von 350 Millionen Euro sowie den
Zugriff auf im Etat 2009 eingeplante Rückstellungen für
mögliche Steuermindereinnahmen finanziert werden. Die
Aufnahme neuer Schulden soll aber vermieden werden.
CDU-Landesvize Thorsten Frei wäre sogar bereit, für
eine Investitionsoffensive zur Bewältigung der Krise
vorübergehend neue Schulden in Kauf zu nehmen.
"Mittelfristig müssen wir die Nullverschuldung halten. Aber
in der jetzigen fundamentalen Krise darf das Land nicht wie
ein Buchhalter agieren, sondern muss mit sinnvollen
Investitionen den Abschwung bremsen", sagte Frei der SÜDWEST
PRESSE. So sollten Mittel für Schulbauten und die
Städtebauförderung früher freigegeben werden. "Das sind
Investitionen in die Zukunft, dagegen würden
Konsumgutscheine nur ein Strohfeuer entfachen."
Die detailliertesten Vorstellungen hat bisher die SPD
präsentiert. "Die Regierung muss Investitionen vorziehen,
Bürgschaften für die mittelständische Wirtschaft aufstocken
und Sonderbelastungen der Familien beseitigen", sagte
SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel. Die Genossen schlagen
vor, 2009 gut 300 Millionen Euro mehr als geplant in die
Sanierung von Hochschulgebäuden, den Bau von Straßen und
Schulen und die Modernisierung von Krankenhäusern zu
investieren. Zur "Stärkung der Kaufkraft der Familien"
fordert die SPD zudem die Abschaffung von Studien- und
Kindergartengebühren, was knapp 300 Millionen kosten würde.
"Wir dürfen nicht die Hände in den Schoß legen, sondern
müssen Schaden vom Land abwenden", sagte Schmiedel.
dpa-Gespräch, 05.12.2008
CDU-Vize Frei: Land muss investieren und dafür neue
Schulden machen
Donaueschingen (dpa/lsw) - Zur Bekämpfung der
Wirtschaftskrise muss die Landesregierung aus Sicht von
CDU-Vize Thorsten Frei Investitionen vorziehen und dafür
auch neue Schulden machen. «Auf diese fundamentale Krise
darf das Land nicht wie ein Buchhalter reagieren», sagte
Frei, der auch Oberbürgermeister in Donaueschingen ist, im
Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Gefragt sind
schnelle und zugleich durchdachte Lösungen. Der Staat ist
jetzt als Helfer in der Not gefragt.»
So könnte die CDU/FDP-Koalition für später vorgesehene
Mittel für Straßen, Schulen und die Städtebauförderung
vorziehen. «Staatliche Investitionen, die jetzt vorgenommen
werden, bremsen den Abschwung und stärken das Vertrauen der
Verbraucher», sagte Frei. Dafür müsse das Land vom
festgelegten Sparkurs abweichen. Um die Investitionen zu
ermöglichen, müssten neue Schulden gemacht werden. Frei geht
damit auf Gegenkurs zu Ministerpräsident Günther Oettinger
und Finanzminister Willi Stächele (beide CDU), die auch im
kommenden Jahr ohne neue Schulden auskommen wollen.
Der CDU-Vize hält ein Umsteuern aber für gerechtfertigt. «Es
geht nicht darum, das Ziel der Haushaltskonsolidierung
leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Aber die Finanzmarktkrise
ist verbunden mit einem großen Vertrauensverlust der
Bürger», sagte der Vorsitzende der Kommunalpolitischen
Vereinigung der CDU Baden-Württemberg. «Die Politik muss
Führung beweisen und mit den richtigen Konzepten klar
vorangehen. Nur so kann sie verloren gegangenes Vertrauen
wieder zurückzugewinnen.»
Investitionen in die Infrastruktur des Landes wirkten im
Gegensatz zu den von der SPD favorisierten Konsumgutscheinen
nachhaltig. Der SPD-Vorschlag sei ein «Relikt aus der
sozialistischen Mottenkiste», kritisierte Frei. Dagegen
werde mit Impulsen für die Bauwirtschaft «kein Geld
verpulvert. Es wird aber zu einem Zeitpunkt ausgegeben, der
über die weitere wirtschaftliche Entwicklung entscheidet».
Investitionen des Landes seien «ein echter Konjunkturmotor».
Zudem müsse seine Partei über Steuersenkungen nachdenken.
Dies müsse noch vor der Bundestagswahl am 27. September 2009
geschehen. «Nötig sind Entscheidungen, die in den kommenden
Wochen wirken. Die CDU muss den Wählern schon vor der Wahl
signalisieren, wohin die Reise geht und wie Steuern gesenkt
werden.» Veränderungen für die Zeit nach der Bundestagswahl
anzukündigen, sei der falsche Weg. «Mit Wahlversprechen
bringen wir die Wirtschaft nicht aus der Krise. Und wir
gewinnen das Vertrauen der Wähler nicht.»
Als erster Schritt müsse die «kalte Progression», also die
heimliche Steuererhöhung bei Lohn- und Gehaltssteigerungen
in Höhe der Inflation, gestrichen oder zumindest gesenkt
werden. «Wir brauchen reale Lohnsteigerungen», sagte Frei.
Durch die Abschaffung der «kalten Progression» würden
Arbeitnehmer von einer ungerechten Steuerlast befreit.
Schwarzwälder Bote, 20.11.2008

Pressemitteilung, 10.11.2008
Soziale Marktwirtschaft neu beleben - Verstaatlichung
keine Lösung
Finanzminister Stratthaus spricht vor der
Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU
Am Samstag (08.11.2008) tagten in Karlsruhe rd. 60
kommunale Mandatsträger Unternehmer und andere Interessierte
zu der Frage, wie die Kommunen in Baden-Württemberg der
aktuellen Konjunkturkrise begegnen können. Eingeladen hatten
der Landesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung
der CDU, der Donaueschinger Oberbürgermeister Thorsten Frei,
und Karlsruhes Wirtschafts- und Finanzbürgermeisterin
Margret Mergen.
Minister a. D. Stratthaus hob hervor, dass der
Kerngedanke Ludwig. Erhards aktueller den je sei:
“Wettbewerb ist das wichtigste Instrument, um Wirtschaft
nach vorne zu bringen. Erst wenn Volksvermögen
erwirtschaftet ist, können Wohltaten verteilt werden, nicht
umgekehrt, wie die linke Stimmen immer gerne suggerieren:”
In seinem stark von aktuellen Fragen um die Finanzmartkkrise
geprägten Vortrag hob das Mitglied des dreiköpfigen
Lenkungsausschusses des Finanzmarktstabiliserungsfonds
hervor, dass die Forderung nach Verstaatlichung langfristig
nicht zum Erfolg führe.
Arbeitsplatzsicherung und Schaffung ist die beste
Sozialpolitik - so der Tenor der Fachkonferenz der KPV in
Karlsruhe. Prosperierende Wirtschaft findet nicht örtlich,
sondern regional statt: Deshalb sei mehr regionale
Zusammenarbeit in Fragen des Ausbaus der Infrastruktur
notwendige, betonte auch Bernd Bechthold, Präsident der IHK
Baden-Württemberg.
Wirtschaft ist dann erfolgreich, wenn Infrastruktur und
Innovation das kommunale Klima prägen. Dabei werden
Innovationen dann besonders erfolgreich möglich, wenn auch
Städte sich dem Wettbewerb der Besten stellen. Schließlich
kämpfen inzwischen auch die Kommunen um Wachstum, z.B. beim
Angebot von Fachkräften für die Unternehmen in ihrer Stadt.
Dem Kunden - also dem Bürger - gelte es dabei mehr Beachtung
zu schenken. Das heisst nicht, es allen Recht zu machen - so
auch die Empfehlung seitens der Unternehmerschaft, für die
Martin Hubschneíder als Vorsitzender des Innovationsclusters
in der Technologieregion Karlsruhe den kommunalen
Mandatsträgern ins Stammbuch schrieb.
“Nicht Barrieren senken, sondern Türen öffnen”
-formulierten die Referenten gerade auch zum Thema
Infrastruktur. Neben notwendigen Voraussetzungen wie
ausreichenden Gewerbeflächen, seien es zunehmend “Angebote
in Erziehung, Bildung, Forschung und Wissenschaft, die von
den Kommunen vorangetrieben werden, denn dieses seien
Zukunftsinvestitionen, die für die Bürgerschaft der Kommunen
eine sichere Rendite bringen” - so der Landesvorsitzende der
KPV Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Thorsten Frei.
“Not-Wendigkeit ist die Mutter alles Neuen und deshalb
sollten Kommunen durch enge Zusammenarbeit und Netzwerke die
besten Rezepte für die Leistungsfähigkeit der Städte
voneinander übernehmen“, so das Resümee der Fachtagung durch
die Wirtschaftsbürgermeisterin von Karlsruhe Margret Mergen,
die diese Konferenz initiiert hatte. Alle Referenten
stellten sich in Diskussionsforen den lebhaften Nachfragen
des interessierten Auditoriums.
SÜDWESTPRESSE, 23. SEPTEMBER 2008
Nur eine Runde bei Bürgermeisterwahlen
CDU-Politiker gegen zweiten Wahlgang
Junge Union und CDU-Kommunalpolitiker plädieren für die
Abschaffung des zweiten Wahlgangs bei Bürgermeister- und
Oberbürgermeisterwahlen.
Mit der Jungen Union (JU) und der Kommunalpolitischen
Vereinigung der CDU (KPV) sprechen sich zwei einflussreiche
Gliederungen der Regierungspartei dafür aus, dass die
Entscheidung bei (Ober-)Bürgermeisterwahlen künftig immer im
ersten Wahlgang fallen soll. Für einen Sieg würde dann die
einfache Mehrheit reichen. Bislang fällt die Entscheidung
nur dann im ersten Wahlgang, wenn ein Kandidat über 50
Prozent und damit die absolute Mehrheit der Stimmen erhält.
Erst im zweiten Wahlgang reicht die relative Mehrheit.
Anders als in anderen Bundesländern gibt es in
Baden-Württemberg keine Stichwahl, im zweiten Wahlgang
dürfen erneut alle antreten - und neue Kandidaten
einsteigen.
"Ein Wahlgang, der zählt - das spart den Bürgern Zeit und
Geld", begründet JU-Landeschef Steffen Bilger den Vorstoß.
KPV-Landeschef Thorsten Frei sieht weitere Vorteile: "Ich
erhoffe mir höhere Wahlbeteiligungen, wenn künftig bereits
im ersten Wahlgang eine Entscheidung fällt und sich keiner
auf die zweite Runde verlassen kann." Der Donaueschinger OB
Frei ist auch CDU-Landesvize, was seinen Worten zusätzliches
Gewicht verleiht.
"Der zweite Wahlgang hat keine großen Freunde", schätzt
Frei die Stimmungslage bei den Kommunalpolitikern ein. "Er
kostet die Kommunen und die Kandidaten viel Geld, das
gespart werden kann." Gerade wenn man auch bei jüngeren
Menschen eine hohe Wahlbeteiligung erreichen wolle, "sollte
man einen nicht begründbaren Zusatzaufwand für den Wähler
vermeiden", sagt Bilger. Mit der Abschaffung des zweiten
Wahlgangs, werben Frei und Bilger, könne die Regierung "ein
Zeichen für eine schlanke Verwaltung" setzen. Sie wollen nun
Innenminister Heribert Rech und die CDU für eine
entsprechende Gesetzesinitiative gewinnen. Als Beispiel
dient Nordrhein-Westfalen, das den zweiten Wahlgangs bei
Bürgermeisterwahlen bereits abgeschafft hat.
Laut einer Studie des Städtetags war zwischen 1996 und
2007 bei 38 von 153 untersuchten Bürgermeisterwahlen ein
zweiter Urnengang notwendig. Bei der Mehrzahl der
Zweitwahlen war die Beteiligung der Bürger geringer als beim
ersten Urnengang. Viele Anhänger von Kandidaten, die nach
dem ersten Wahlgang aufgeben, verzichten auf eine erneute
Stimmabgabe.
Pressereaktionen zum Nichtraucherschutz
Pressemitteilung, 31.07.2008
KPV Baden-Württemberg für
Nichtraucherschutz ohne Bevormundung
Zur Debatte um den Nichtrauscherschutz
im Land erklärte der Vorsitzende der Kommunalpolitischen
Vereinigung der CDU Baden-Württemberg, Oberbürgermeister
Thorsten Frei: „Oberstes Ziel bleibt der Nichtraucherschutz.
Die Menschen müssen vor den Gefahren ihres eigenen oder
fremden Tabakkonsums geschützt werden. Dabei dürfen die
Bürgerinnen und Bürger nicht bevormundet werden. Wir setzen
auf die Eigenverantwortung der mündigen Bürger und nach
Möglichkeit nicht auf Verbote.“ Frei plädiert dafür, die
Erfahrungen, die mit dem Nichtraucherschutz in den letzten
zwölf Monaten gemacht wurden, gründlich auszuwerten und dann
eine neue Regelung zu treffen. „Ich bin mir sicher, dass
mehr Wirte aufgrund guter Erfahrungen beim Rauchverbot
bleiben werden, als viele dies heute für möglich halten.“
Pressemitteilung, 28.07.2008
Gemeinsam für leistungsfähige Stadtwerke
Landesvorstände von Kommunalpolitische Vereinigung der
CDU Baden-Württemberg (KPV) und Sozialdemokratische
Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Baden- Württemberg (SGK)
trafen sich zu einem Gedankenaustausch.
Die ganze Pressemitteilung als PDF ...
Stuttgarter Zeitung, 23.07.2008
Allgaier wird Bürgermeister für Finanzen
Wahl in Kornwestheim
KORNWESTHEIM
(gmg/ww). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dietmar Allgaier wird
Finanzbürgermeister in Kornwestheim. Der Gemeinderat wählte
ihn gestern Abend mit großer Mehrheit. Erster Bürgermeister
soll Michael Köpple werden.
Es war ein überzeugendes Votum für den 42-jährigen
Dietmar Allgaier: 22 von 25 Stadträten stimmten für den
CDU-Fraktionsvorsitzenden. Damit müssen sogar Mitglieder der
Fraktion Freie Wähler/FDP für ihn votiert haben - die sich
dagegen ausgesprochen hatte, eine Stelle für einen zweiten
Beigeordneten einzurichten. Eigentlich hätte Allgaier - der
einzig verbliebene Kandidat für die Position des
Finanzbürgermeisters - auf seine Vorstellungsrede verzichten
können. Der gebürtige Stuttgarter, der in Kornwestheim
aufgewachsen ist, ist in der Stadt bestens bekannt. Zehn
Jahre stand er den Städtischen Orchestern vor, seit 1998 ist
er Mitglied des Stadtrats. Voraussichtlich am 15. September
wird er seinen Dienst als Finanzbürgermeister antreten.
Die Position des Finanzbürgermeisters sei für ihn kein
Karrieresprungbrett, versprach Allgaier. Als eine der
wichtigsten Aufgaben bezeichnete er die Finanzierung der
Kulturhaussanierung und des Neubaus der Stadtbücherei. Die
Wirtschaftsförderung wolle er ausbauen. Ein breites
Informationsangebot über die Stadt Kornwestheim im Internet
kündigte er zudem an.
Der neue Erste Bürgermeister wird mit Dienstantritt von
Allgaier der Baubürgermeister Michael Köpple. 15 der 25
Stimmberechtigten votierten für ihn, neun Stimmen entfielen
auf den künftigen Finanzbürgermeister. Eine der abgegebenen
Stimmen war ungültig. Sowohl Köpple als auch Allgaier werden
künftig nach der höchstmöglichen Besoldungsgruppe entlohnt -
was nicht allen Stadträten schmeckte. Dieter Wanner (Freie
Wähler/FDP) sprach von den "sauhohen Gehaltsstufen" und
sorgte mit einem Antrag dafür, dass über die Gehaltstufen im
Einzelnen abgestimmt wurden. Mit acht Gegenstimmen votierte
der Gemeinderat dennoch mit großer Mehrheit für die höhere
Entlohnung.
Pressemitteilung, 21.07.2008
Oberbürgermeister Thorsten Frei
begrüßt Kabinettsentscheidung zur Betriebskostenförderung
für die Kinderbetreuung
KPV: Verteilung der Mittel für die
Kinderbetreuung über den Kommunalen Finanzausgleich und
nicht über ein Landesförderprogramm ist sinnvoll
Die Kommunalpolitische Vereinigung der
CDU Baden-Württemberg (KPV) begrüßt die heutige Entscheidung
des Landeskabinetts für die Verteilung der finanziellen
Mittel des Bundes für den Ausbau der Kleinkindbetreuung
entlang des Kommunalen Finanzausgleichs.
Der Landesvorsitzende,
Oberbürgermeister Thorsten Frei: „Die KPV steht für
unbürokratische und günstige Lösungen. Die Verteilung der
Mittel für die Kinderbetreuung über den Finanzausgleich
kommt ohne neue Stellen und ohne bürokratische
Förderrichtlinien aus. Zudem entspricht diese Lösung auch
dem Subsidiaritätsgedanken“.
Frei weiter: „Im Bereich der
Kinderbetreuung stehen wir den Eltern direkt gegenüber und
sind ihnen und ihren Kindern unmittelbar verantwortlich.
Deshalb ist es gut, dass Städte und Gemeinden unmittelbar
die dafür vorgesehenen Mittel für den Ausbau der
Kleinkindbetreuung erhalten. Wir stehen auch bezüglich der
Betreuungsqualität bei den Eltern im Wort.“
Abschließend erklärte Frei: „Die KPV
steht zu den Vorhaben des Ministerpräsidenten, eine
bedarfsgerechte Betreuungsquote in Stadt und Land zu
gewährleisten. Die Grundkonzeption der Landesregierung
entlang der Prämissen Wahlfreiheit, Orientierung am
Kindeswohl, Eltern im Mittelpunkt der Erziehung und
Elternverantwortung sowie bedarfsgerechte Hilfe vom Staat
und der Kommune für die Eltern wird von der KPV
unterstützt.“
Pressemitteilung, 17.07.2008
Oberbürgermeister Thorsten Frei begrüßt
Qualitätsoffensive Bildung der Landesregierung
Der Landesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung
der CDU Baden-Württemberg (KPV), Thorsten Frei begrüßte die
Qualitätsoffensive Bildung der Landesregierung.
Wichtig aus Sicht der KPV ist es, dass sich die
CDU-geführte Landesregierung mit ihrem Maßnahmenpaket zu
einer flächendeckenden Schulinfrastruktur im ländlichen Raum
bekennt. Dies gelte gerade für das Bekenntnis, die bisherige
Struktur der Grundschulstandorte zu erhalten. „Ich halte die
Maxime kurze Beine - kurze Wege für einen entscheidenden
Punkt“, so Frei.
Was die Zukunft der Hauptschulstandorte angeht, so
begrüßt Frei, dass es „von oben verordnete
Schulschließungen“ nicht geben werde. Frei appelliert an
alle kommunalpolitisch Verantwortlichen - gerade mit Blick
auf den demographischen Wandel - gemeinsam mit dem Land den
Weg hin zu größeren Hauptschuleinheiten zu gehen. „Gerade
die Hauptschulen brauchen ein differenziertes und qualitativ
hervorragendes Bildungsangebot für die Schülerinnen und
Schüler im Ganztagesbetrieb und mit der Möglichkeit einen
mittleren Bildungsabschluss zu machen“, so Frei. Dazu
brauche es eine ausreichende Größe. Es gehe darum,
leistungsfähige und zukunftssichere Schulen zu haben, die
für unsere Kinder einen wichtigen Beitrag zur
Chancengleichheit liefern“, so Frei.
Staatsanzeiger, 11.07.2008
"Städtetag bangt um Einnahmen"
(PDF)
Südkurier, 07.07.2008
Frei: Regierung muss es richten
In der Debatte um die geplante Schließung von
Hauptschulen in Baden-Württemberg hat die Kommunalpolitische
Vereinigung (KPV) der CDU das Land aufgefordert, über das
Aus der Schulen zentral von Stuttgart aus zu entscheiden.
Von den Kommunen könne dies nicht verlangt werden.
Stuttgart/Donaueschingen
(dpa) Nötig sei die ordnende Hand der Landesregierung, sagte
der Landesvorsitzende der KPV, Donaueschingens
Oberbürgermeister Thorsten Frei. Das Land müsse die
Verantwortung für die geplanten Schulschließungen
übernehmen. "Von den Bürgermeistern und dem jeweiligen
Gemeinderat kann nicht verlangt werden, über das Aus der
Schule im Ort selbst zu entscheiden", sagte Frei, der auch
stellvertretender Vorsitzender der Landes-CDU ist.
Die Städte und Gemeinden rief Frei zu einer stärkeren
Zusammenarbeit auf. Durch gemeindeübergreifende
Kooperationen könnten Schulen vor allem in ländlichen
Regionen erhalten bleiben. Die von Ministerpräsident Günther
Oettinger (CDU) angestoßene Diskussion müsse als Chance
verstanden werden. "An Standortschließungen führt kein Weg
vorbei", sagte Frei. "Schulen brauchen eine Mindestgröße.
Nur so kann ein qualitativ hochwertiger Unterricht angeboten
werden." Um Bildungseinrichtungen am Ort zu erhalten,
müssten die Kommunen neue Wege gehen. "Eine Möglichkeit kann
sein, mit Nachbargemeinden eine gemeinsame Hauptschule
einzurichten und zu betreiben. Die beiden wichtigen Faktoren
Größe und Nähe werden dadurch erfüllt." "Schulen sind aber
nicht nur Bildungseinrichtungen. Sie sind auch
Identitätsspender und daher wichtig vor allem für kleine
Orte", sagte Frei. Grundschulen sollten daher auf jeden Fall
erhalten bleiben. Das Land müsse für die ersten vier Klassen
auch Mini-Schulen zulassen. Weiterführende Bildungsstätten
dagegen müssten nicht zwingend am Wohnort der Schüler sein.
"Es muss das Prinzip gelten: Kurze Beine, kurzer Weg - lange
Beine, langer Weg", sagte Frei.
Ministerpräsident Oettinger hatte angekündigt, dass etwa
die Hälfte der rund 1200 Hauptschulen im Land geschlossen
werden sollen. Er sprach von einer Bildungsoffensive, die
unter anderem dem Ausbau von Ganztagsangeboten zu Gute
komme.
Kultusminister Helmut Rau (CDU) sagte dagegen, es gebe
keine Zahlen über geplante Schließungen und
Zusammenlegungen. Vor jeder Entscheidung über den
Fortbestand einer Hauptschule müsse die Frage nach den
Zukunftschancen für die Kinder beantwortet werden. Sinnvoll
sei daher der Aufbau größerer Schulen.
Ohne großen Widerstand ist bereits die Schließung der
Hauptschule in Immenstaad am Bodensee über die Bühne
gegangen. "Für unsere Gemeinde war das der richtige Weg",
sagte Bürgermeister Jürgen Beisswenger. Die kleinste
Hauptschule im Bodenseekreis mit zuletzt nur noch 35 Kindern
hat bereits 2007 ihre Pforten geschlossen. Außerdem seien
aufgrund des hohen Akademikeranteils in der
6100-Einwohner-Gemeinde die meisten Kinder ohnehin auf
weiterführende Schulen gewechselt. In Immenstaad sind große
High-Tech-Industriebetriebe wie EADS und Astrium beheimatet.
Auch in Uhldingen-Mühlhofen (Bodenseekreis) zwang der
Schülerrückgang den Gemeinderat im März dieses Jahres zum
Handeln. Die Gemeinde tritt dem Schulverband Salem,
Frickingen, Heiligenberg bei. Die Hauptschüler aus
Uhldingen-Mühlhofen werden nun am Bildungszentrum Salem
unterrichtet.
Pressemitteilung, 24.06.2008
KPV steht zu Helmut Rau
„Ohne Wenn und Aber“ haben sich der Landesverband
Baden-Württemberg und der Bezirksverband Südbaden vor
Kultusminister Helmut Rau und dessen Bildungspolitik
gestellt.
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| Thorsten Frei |
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Klaus Muttach |
Rau sei mit seiner sachlichen und kompetenten
Arbeitsweise, aber auch aufgrund der erreichten Ergebnisse,
ein wichtiger Aktivposten in der Landesregierung, betonen
die beiden Oberbürgermeister Thorsten Frei, Donaueschingen,
und Klaus Muttach, Achern, in einer gemeinsamen
Presserklärung für die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV).
So habe sich das dreigliedrige Schulsystem nachweisbar
bewährt. Mit vier Prozent habe Baden-Württemberg die
geringste Quote an jugendlichen Arbeitslosen in ganz Europa
vorzuweisen, was sicher auch mit der wirtschaftlichen Lage
in Baden-Württemberg zusammenhängt, aber eben auch mit dem
intensiv gepflegten Ansatz „kein Abschluss ohne Anschluss“.
Das differenzierte Schulsystem hat sich als das für die
individuelle Förderung effizienteste System erwiesen.
Neueste Untersuchungen der Studien zeigen, dass erzwungenes
gemeinsames Lernen an der „Einheitsschule“ gerade nicht das
Ziel erreiche, schwächere Schüler zu fördern. Wer den
Eindruck erwecke, dass mit der Abschaffung der Hauptschüler
für diese jungen Menschen alle Probleme gelöst sind, mache
sich und anderen etwas vor. Im Übrigen sei aus der
Abschaffung der Hauptschule auch die Abschaffung der
Realschule die Folge und ein Sterben vieler Schulstandorte
im ländlichen Raum die logische Konsequenz. Wichtig sei, so
die beiden Oberbürgermeister Thorsten Frei und Klaus Muttach
in ihrer Eigenschaft als KPV-Vertreter, dass mit dem
gesellschaftlichen Wandel und einem sich veränderten
Anforderungsprofil die Bildungspolitik ständig
weiterentwickelt werde. Die neu eingeführten
Kompetenzanalysen, welche die Stärke von Jugendlichen
herausarbeiten sollen oder der Einsatz von pädagogischen
Assistenten seien Schritte in die richtige Richtung.
Die KPV wolle, dass individuelle Abschluss-, Übergangs-
und Wechselmöglichkeiten gesichert bleiben. Auf diese Art
und Weise sollen verschiedenste Aufstiegswege und
individuelle Kommunikationsmöglichkeiten geboten bleiben.
Die KPV Baden-Württemberg und die KPV Südbaden unterstützen
alle Maßnahmen, die der Selbstverantwortung der
Bildungseinrichtungen, der frühen Förderung aller Kinder,
der Werthaltigkeit der Abschlüsse und der Durchlässigkeit
zwischen verschiedenen Bildungswegen diene, so Klaus Muttach
und Thorsten Frei, der auch stellvertretender
Landesvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg ist. Weil
Bildungspolitik vor allem auch für die Städte und Gemeinden
eine zentrale Aufgabe sei, werde der nächste Bezirkstag der
Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) Südbaden am 26.
September 2008 auch diesem Thema gewidmet sein.
Pressemitteilung, 16.06.2008
Thorsten Frei:
Verteilung der Mittel für die Kinderbetreuung über den
Kommunalen Finanzausgleich und nicht über ein
Landesförderprogramm
Die Kommunalpolitische Vereinigung der
CDU Baden-Württemberg (KPV) ist gegen die Verteilung der
finanziellen Mittel für den von Bundesfamilienministerin
initiierten Ausbau der Kleinkindbetreuung entlang eines
Landesförderprogramms. Der Landesvorsitzende,
Oberbürgermeister Thorsten Frei, erteilte entsprechenden
Vorschlägen eine Absage: „Die KPV will eine unbürokratische
und kostengünstige Lösung. Die Verteilung der Mittel für die
Kinderbetreuung über den Finanzausgleich kommt ohne neue
Stellen und ohne bürokratische Förderrichtlinien aus. Zudem
entspricht diese Lösung auch dem Subsidiaritätsgedanken“. so
der KPV-Chef heute in Stuttgart.
Dem Einwand, dass nur ein
Landesprogramm eine qualitative Steuerung bei den
Investitionen für die Kinderbetreuung erlaube, tritt Frei
entgegen: „Zunächst einmal kann man bei einer Umsetzung
mittels des kommunalen Finanzausgleichs auch eine
qualitative Steuerung vornehmen. Vor allem aber können die
Kommunen es sich gar nicht leisten, beim Ausbau der
Kinderbetreuung nicht in ausreichendem Maße auf die Qualität
zu achten. Wir stehen den Eltern doch direkt gegenüber und
sind ihnen und ihren Kindern unmittelbar verantwortlich.“
Wichtig sei aus Sicht der KPV, dass das
Geld den Kindern zu Gute kommt und nicht - wie bei der Idee
des Landesprogramms - zusätzliche Personal- und
Verwaltungskosten im Umfang von fast 1 Mio. EUR verursacht.
Abschließend erklärte Frei: „Die KPV steht zum Vorhaben des
Ministerpräsidenten, eine bedarfsgerechte Betreuungsquote in
Stadt und Land zu gewährleisten. Die Grundkonzeption der
Landesregierung, entlang der Prämissen Wahlfreiheit,
Orientierung am Kindeswohl, Eltern im Mittelpunkt der
Erziehung und Elternverantwortung sowie bedarfsgerechte
Hilfe vom Staat und der Kommune für die Eltern wird von der
KPV unterstützt.“
Stuttgarter Nachrichten, 29.04.2008
Fünfjährige Grundschule
CDU-Kommunalpolitiker unterstützen Junge Union
Stuttgart - In der Südwest-CDU besteht Uneinigkeit in der
Frage, ob man die Einschulung von Kindern um ein Jahr
vorziehen soll. Während sich Ministerpräsident Günther
Oettinger (CDU) vom Vorstoß der Jungen Union für eine
fünfjährige Grundschule nach anfänglicher Zustimmung wieder
distanziert hat, unterstützt die kommunalpolitische
Vereinigung (kpv) der baden-württembergischen CDU die Idee:
„Wir finden den Vorschlag gut, weil er in die richtige
Richtung geht“, sagte kpv-Landeschef Thorsten Frei unserer
Zeitung. Die kpv hat derzeit rund 8500 Mitglieder, darunter
Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und andere
Kommunalpolitiker. Frei, der zugleich Vize-Chef der
Landes-CDU und damit Stellvertreter von Oettinger ist,
betonte, die Zeit im Kindergarten müsse verstärkt mit der
Grundschulzeit „verschränkt“ werden: „Da müssen wir mehr
tun.“ Auch wenn sich mit dem JU-Vorschlag die
Zuständigkeiten von Kommunen und Land überschneiden und
„daraus Schwierigkeiten entstehen können, darf uns das nicht
davon abhalten, eine gute Lösung zu finden“. Die Zeit der
„ideologisch geführten Strukturdebatten“ müsse vorbei sein.
Wichtig sei doch, „die Kinder zielgenauer zu fördern und zu
fordern“.
Stuttgarter Nachrichten, 15.04.2008
Reformpläne
Land prüft Einführung von Teilzeitjobs unter 50 Prozent
Stuttgart – Im Zuge der geplanten Dienstrechtsreform für
die 240 000 Beamten in Baden-Württemberg will die
Landesregierung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
weiter verbessern. Die CDU-Spitze um Ministerpräsident
Günther Oettinger (CDU) prüft die Einführung einer so
genannten „unterhälftigen Teilzeit“. Damit sind Stellen
geplant, bei denen die Arbeitszeit der Beschäftigten unter
50 Prozent liegt.
Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und OB von
Donaueschingen, Thorsten Frei, bestätigte gegenüber dieser
Zeitung die Idee und betonte zugleich, dass es diese
Arbeitsverhältnisse aber nicht flächendeckend geben könne.
„Solche Modelle haben eine Untergrenze“, sagte Frei. Wenn
jemand nur noch einen 20-Prozent-Vertrag habe, sei er gerade
mal einen Tag pro Woche im Büro, ein effektives Arbeiten sei
da kaum möglich. Frei und andere führende Politiker der
Südwest-CDU plädieren deshalb für flexible Regelungen:
„Solche Teilzeitverträge müssen vom jeweiligen Arbeitsplatz
abhängig gemacht werden.“
Kommunalpolitische Vereinigung
der CDU Baden-Württemberg lehnt Beteiligung der Kommunen an
den Kosten des Mittagessens an Schulen ab
Landesvorsitzender Oberbürgermeister
Thorsten Frei:
„Vorschläge des neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Schmiedel
sind abwegig.“
Die Vorschläge des neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden im
baden-württembergischen Landtag Claus Schmiedel, wonach die
Kosten für das Mittagessen für Kinder in Schulen zwischen
Eltern, Land und Kommunen aufgeteilt werden sollen, werden
von der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU
Baden-Württemberg strikt abgelehnt.
Der Landesvorsitzende, Oberbürgermeister Thorsten Frei,
heute in Stuttgart: „Die Forderung von Schmiedel ist
völliger Blödsinn.“ Zunächst einmal müssen für die Kosten
des Mittagessens – ob die Kinder zu Hause oder in einer
Mensa essen – die Eltern aufkommen. Frei sieht eine völlige
Unzuständigkeit in dieser Angelegenheit für die Kommunen:
„Die Kommunen können nicht für diesen Lebensbereich auch
noch zuständig sein. Es ist nicht einzusehen, dass die
Kommunen und das Land das Mittagessen für die Kinder reicher
Eltern bezahlen müssen.“
Anders sieht der Fall aus, wenn die Kinder aus Hartz
IV-Familien kommen. Hier ist der Staat gefordert, beim
Mittagessen der Kindern zu helfen. Nach den derzeitigen
Planungen solle aber das Mittagessen an Schulen für Hartz-IV
Kinder zu einer Regelleistung nach SGB II werden. Hierfür
wäre alleine der Bund zuständig. Reichen die dafür
vorgesehenen Mittel nicht aus, so muss der Bund die Sätze
erhöhen“, so Frei. Auch hier seien die Kommunen nicht
betroffen.
Die SPD führe auch mit ihrer Forderung die Ergebnisse der
Föderalismuskommission ad absurdum: „Es hätte nicht eine
Trennung und Entflechtung der Zuständigkeiten von Bund,
Ländern und Kommunen in der Föderalismuskommission
gebraucht, wenn jetzt wieder die gerade erst beseitigten
Zuständigkeitsvermischungen vorgeschlagen werden“, so Frei
abschließend.
Landesvorsitzender
Einladung als PDF zum downloaden
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